: Plakat bleibt vorerst hängen
BERLIN ddp/taz ■ Das umstrittene Großplakat des Förderkreises für das Holocaust-Mahnmal bleibt vorerst hängen. Der Vorstand habe gestern keinen Beschluss für ein sofortiges Ende der Spendenaktion gefasst, sagte Vorsitzende Lea Rosh. Der Präsident des Zentralrates der Juden, Paul Spiegel, hatte die Abnahme des Posters in Berlin bis heute gefordert. Unterdessen ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft gegen Neonazi Manfred Roeder wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Roeder soll nach einem Bericht des Magazins „Frontal“ Ende Juli unter dem Megaposter mit der Textzeile „den holocaust hat es nie gegeben“ ein Transparent mit der Aufschrift „Wehrmachtsverbrechen auch nicht“ entrollt haben. „Wir prüfen nun, ob er sich den Satz auf dem Plakat in volksverhetzender Absicht zu Eigen gemacht hat“, so ein Sprecher. Der Förderkreis wollte damit um Spenden werben. NM
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen