: Pkw-Konvoi nach Wien geplant
afp/taz | In Österreich haben bis zum Freitag rund 2.000 Menschen im Internet ihre Mitarbeit bei einer Bürgerinitiative zugesagt, um die feststeckenden Flüchtlinge aus Ungarn mit einem Konvoi aus Privatautos abzuholen. Alle Aufrufe an die EU und die politisch Verantwortlichen seien verhallt, „jetzt müssen wir handeln“, heißt es in dem Facebook-Aufruf „Konvoi Budapest Wien – Schienenersatzverkehr für Flüchtlinge“. Am Sonntag um 8.30 Uhr sollen die Wagen in Wien starten, Flüchtlinge in Budapest einsammeln und „falls möglich“ nach Deutschland weiterbringen.
Das österreichische Innenministerium warnte, dass Hilfe bei illegalen Grenzübertritten mit bis zu 5.000 Euro bestraft werden könne. Auch die Grünen lehnten die Konvoi-Initiative ab. Bereits in dieser Woche waren vier Österreicher in Ungarn wegen des Verdachts der Schlepperei gestoppt und auf eine Polizeiwache gebracht worden. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz einigte sich nach Angaben des Senders ORF mit seinem Budapester Amtskollegen Péter Szijjártó darauf, dass die Wiener wieder freigelassen werden.
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