Petition gegen Freihandelsabkommen: 52.000 unterschreiben gegen TTIP
Gegner des EU-US-Freihandelsabkommens werden von über 50.000 Unterzeichnern unterstützt. Sie dürfen ihr Anliegen dem Bundestag vortragen.
BERLIN dpa | Gegner eines Freihandelsabkommens mit den USA werden ihre Kritik voraussichtlich im Petitionsausschuss des Bundestages vortragen können. Bis Donnerstag unterzeichneten mehr als 52.000 Menschen eine Petition gegen das Abkommen.
Erreicht eine Petition auf der Webseite des Bundestages mehr als 50.000 Unterzeichner, befasst sich der Ausschuss in aller Regel in einer öffentlichen Sitzung mit dem Anliegen.
Der Vertrag über eine Transatlantische Handels- und Investitions-Partnerschaft (TTIP) höhle Demokratie und Rechtsstaat aus, kritisieren die Unterzeichner. Er erlaube Unternehmen, Schadensersatz zu fordern, wenn neue Gesetze ihre Gewinne schmälerten. Die Kritiker befürchten auch, dass europäische Regeln für Lebensmittel aufgeweicht und Internetnutzer stärker überwacht werden, um Urheberrechtsverletzungen zu verfolgen.
Die USA und die EU verhandeln seit Juli 2013 über das Abkommen, das die größte Freihandelszone der Welt schaffen soll. Es wäre ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit mehr als 800 Millionen Verbrauchern. Die vierte Verhandlungsrunde begann am Montag in Brüssel.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert