: Perez für stärkeren Nord-Süd-Dialog
Bonn (ap) — UNO-Generalsekretär Javier Perez de Cuellar hat in Bonn eine Intensivierung des Nord-Süd- Dialogs gefordert. Diese Problematik müsse in all ihren Dimensionen erörtert werden, betonte Perez in einem Gespräch mit Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.
Die CDU-Politikerin erörterte mit dem Gast die künftige Rolle der UNO bei der Vermeidung und Überwindung politischer und militärischer Konflikte. Perez de Cuellar dankte für die deutsche Unterstützung der Hilfen, die von der UNO geleistet werden.
Süssmuth betonte, daß die Internationale Hilfe in Katastrophen besser koordiniert werden müsse. In einem Gespräch mit Bundesaußenminister Genscher zum Auftakt des zweitägigen Besuches begrüßte Perez den deutschen Vorschlag, einen Katastrophenhilfskoordinator der UNO zu ernennen. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, stand die Lage in Jugoslawien und Irak im Mittelpunkt der Erörterungen.
Heute will Perez Bundeskanzler Kohl treffen. Dabei sollen die Lage der Vereinten Nationen nach dem Golfkrieg sowie die humanitäre Sofort- und Katastrophenhilfe der UNO und ihrer Sonderorganisationen erörtert werden. Weitere Themen sind Menschenrechts- und Abrüstungsfragen sowie die Reformpläne der UNO.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen