Palantir gegen „Republik“: Schweiz unter Beschuss
Die Überwachungssoftwarefirma Palantir möchte das Schweizer „Republik“-Magazin zu einer Gegendarstellung zwingen. Zuständig ist das Handelsgericht in Zürich.
Die US-Firma Palantir verklagt das Schweizer „Republik“-Magazin wegen dessen Berichterstattung und verlangt eine Gegendarstellung.
Das berichtet die Nachrichten-Website netzpolitik.org unter Bezug auf einen Post der Republik-Journalistin Adrienne Fichter. Ein Sprecher von Palantir habe den Vorgang gegenüber netzpolitik.org bestätigt.
Laut netzpolitik.org hatte das „Republik“-Magazin im Dezember 2025 berichtet, wie Palantir versuchte, in der Schweiz Fuß zu fassen – und wie das Schweizer Militär eine Zusammenarbeit ablehnte, weil es unter anderem zum Schluss kam, dass ein Abfluss von Daten aus den Palantir-Systemen technisch nicht verhindert werden könne.
Der Guardian nahm die Schweizer Recherche auf, auch vor dem Hintergrund, dass das britische Verteidigungsministerium im Dezember 2021 einen 75 Millionen Pfund schweren und auf drei Jahre befristeten Vertrag eingegangen war, um mit Palantir-Software militärische Operationen und Nachrichtendienste zu unterstützen.
Nicht einschüchtern lassen
Laut netzpolitik.org verlangte Palantir am 29. Dezember 2025 per Anwaltsschreiben eine Gegendarstellung in der „Republik“. Das lehnte das Magazin nach eigener Aussage ab. Im Januar wiederholte der Konzern demnach seine Forderung. Die „Republik“ lehnte wieder ab. Nun zieht Palantir vor das Handelsgericht in Zürich, um eine Gegendarstellung durchzusetzen.
Laut Fichter hat die „Republik“ eine „umfassende Verteidigungsschrift“ eingereicht. Für sie sei klar: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“
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