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Palästinenser von Israelis erschossen

■ 36jähriger stirbt bei Demonstration im von Israel besetzten Westjordanland

Hebron/Jerusalem (AP) – Bei einer Demonstration im Westjordanland haben israelische Soldaten gestern einen Palästinenser erschossen. Zwölf Menschen wurden durch Schüsse verletzt. Ein Massenaufmarsch orthodoxer Juden und anderer Sympathisanten der militanten Siedler in Hebron verschärfte die ohnehin explosive Lage in der Stadt. Die israelische Polizei nahm gestern in Hebron drei jüdische Extremisten fest, um gewaltsamen Protesten gegen einen Truppenabzug vorzubeugen.

Die israelischen Soldaten eröffneten das Feuer, als rund 200 palästinensische Demonstranten vor einer Straßensperre in Deir Kadis eintrafen. Ein 36jähriger sei von vier Kugeln getroffen und getötet worden, erklärte ein Arzt aus dem Krankenhaus von Ramallah. Nach Augenzeugenberichten feuerten die Soldaten zunächst in die Luft. Später sei die Lage eskaliert. Nachdem die Palästinenser mit Steinen nach den Soldaten geworfen hätten, hätten diese gezielt geschossen. Ein Armeesprecher erklärte, die Angaben würden überprüft.

Unter den in sogenannte Administrativhaft genommenen Extremisten in Hebron befindet sich ein Anführer der verbotenen Kach-Bewegung, Noam Federman. Weitere Verhaftungen sind nach Polizeiangaben geplant.

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