Öffentlicher Nahverkehr: Hindernisse auf dem Weg zum Bahnsteig
Die CDU in Berlin ist bekannt für ihre Absperrpolitik. Erst der Görli, jetzt die U-Bahn. Unser Kolumnist versteht nicht, welcher Plan dahintersteckt.
C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet (un)regelmäßig den „Specht der Woche“.
Auf diesem Bild geht es um die Berliner CDU. Die haben vor Kurzem Klausur gehabt und sind nach Rheinland-Pfalz gefahren. Da haben sie beschlossen, dass sie was mit der Berliner U-Bahn verändern wollen.
Die CDU will die U-Bahnhöfe hier absperren, wie in Paris, sodass man nur noch mit einem Ticket auf die Gleise kommt.
Auf meinem Bild sieht man, wie das in Paris in etwa aussieht. Da frage ich mich, was ist mit Leuten, die einen Rollator haben, oder einen Rollstuhl? Wie kommen die durch? Oder gibt es da einen Extra-Eingang für die Leute?
Die können Leute mit Rollstuhl oder Rollator ja nicht einfach aussperren. Ich war einmal in Paris, da gab es auch Schranken am Eingang zur Metro. Aber da konnte man auch einfach rüberspringen.
Ich weiß nicht, wie die BVG dazu steht oder die anderen Parteien. Das wird ja sicher auch viel Geld kosten, das alles umzubauen. Damit sperren sie die Leute aus.
Das haben sie im Görlitzer Park ja auch schon versucht.
Ich finde es komisch, was die da machen.
Protokoll: Leon Holly
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