: OPCW-Team in Syrien behindert
Chemiewaffen-Ermittler können Douma-Untersuchung nicht starten
Die Untersuchung des jüngsten Giftgasangriffs in Syrien durch die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) ist ins Stocken geraten. Eigentlich hätten am Samstag OPCW-Ermittler nach Douma reisen sollen, wo am 7. April, als die Stadt noch unter Rebellenkontrolle stand, mutmaßlich aus Hubschraubern abgeworfene Chlorgasbomben mehrere Dutzend Menschen getötet hatten. Aber am Montag konnten sie immer noch nicht dorthin, wie die britische OPCW-Delegation auf einer OPCW-Sondersitzung in Den Haag monierte.
Die OPCW-Vertreter könnten nicht nach Douma gelassen werden, weil ihnen eine entsprechende UN-Erlaubnis fehle, sagte dazu der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Montag in Moskau. Douma steht seit 12. April wieder unter syrischer Regierungskontrolle.
Die syrische Opposition und Aktivisten haben die Präsenz russischer Kräfte in Douma kritisiert. Sie befürchten, dass Beweise für den Gebrauch von Chemiewaffen nicht länger gefunden werden könnten, wenn die Untersuchung sich verzögert. Russland bestreitet einen Chemiewaffeneinsatz in Douma und spricht von einer Inszenierung durch die syrische Zivilschutzorganisation Weißhelme. (ap, taz)
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