■ Nothilfe: Feigenblatt für Feigheit
Bonn (epd) – Humanitäre Hilfe wird nach Auffassung der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ immer mehr zu einem „dubiosen Mittel“ der Politik. Für viele Regierungen kaschiere sie nur notdürftig den fehlenden Willen zum politischen Handeln, sagte Ulrike von Pilar, Vorsitzende der deutschen Sektion, gestern. Statt politische Ursachen der Konflikte mit politischen Methoden anzugehen, werde „ein bißchen“ humanitäre Hilfe geschickt, und alle seien zufrieden. Eine „schlimme Pervertierung“ der Nothilfe stellt es nach Worten von Pilar dar, wenn diese zum Feigenblatt für politische Feigheit abgewertet werde.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen