■ Nothilfe: Feigenblatt für Feigheit
Bonn (epd) – Humanitäre Hilfe wird nach Auffassung der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ immer mehr zu einem „dubiosen Mittel“ der Politik. Für viele Regierungen kaschiere sie nur notdürftig den fehlenden Willen zum politischen Handeln, sagte Ulrike von Pilar, Vorsitzende der deutschen Sektion, gestern. Statt politische Ursachen der Konflikte mit politischen Methoden anzugehen, werde „ein bißchen“ humanitäre Hilfe geschickt, und alle seien zufrieden. Eine „schlimme Pervertierung“ der Nothilfe stellt es nach Worten von Pilar dar, wenn diese zum Feigenblatt für politische Feigheit abgewertet werde.
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