piwik no script img

Nord-Zypern vor der Stichwahl

BERLIN taz ■ Rauf Denktaș (76) wird wahrscheinlich auch für die nächsten fünf Jahre Präsident der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern bleiben. Der konservative Denktasch, seit Jahrzehnten Führer der türkischen Zyprioten, erreichte bei den Wahlen am Samstag 43 Prozent der Stimmen, sein schärfster Konkurrent, Ministerpräsident Derviș Eroglu, kam auf 30 Prozent. Die beiden linken Kandidaten erreichten zusammen nur rund 22 Prozent. Wahlberechtigt waren auch die meisten der nach Nordzypern eingewanderten Türken vom Festland, die inzwischen die Zahl der rund 80.000 türkischen Zyprioten übertreffen. Denktaș und Eroglu müssen sich am nächsten Samstag einer Stichwahl stellen, an einem Sieg von Denktaș wird dabei kaum gezweifelt. Inhaltlich trennt die Kandidaten nur wenig: Beide vertreten einen protürkischen Kurs und lehnen die Gründung eines Bundesstaats zusammen mit den griechischen Zyprioten ab. Der Sieger wird ab dem 23. Mai die Zyperntürken bei den von der UN geleiteteten Vermittlungsgesprächen über die Zukunft der Insel vertreten. klh

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen