piwik no script img

■ NiedersachsenTrittin bleibt Minister

Hannover (taz) – Die rot-grüne Mehrheit im niedersächsischen Landtag hat es gestern abgelehnt, Bundesratsminister Jürgen Trittin wegen einer Rede in London zu entlassen, in der der Grünen-Poltiker der deutschen Politik vorgeworfen hatte, nicht den Rassismus, sondern die Flüchtlinge als Problem zu sehen. Ein Thesenpapier aus dem Bundesratsministerium, das Jürgen Trittin als Grundlage für seinen Vortrag mit auf die Reise nach London genommen hatte, wurde allerdings gestern im Landtag auch vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Johann Bruns scharf kritisiert. Er nannte es eine dumme Behauptung, daß gegenwärtig die verfassungsändernde Mehrheit in Deutschland Verfassungswerte wie Rechtsstaatlichkeit, Humanität und Friedensstaatlichkeit als Ballast über Bord werfe. Gegen den Abwahlantrag der CDU-Opposition stimmten alle 78 Abgeordneten der rot-grünen Regierungskoalition.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen