Sicherheit bei BSE-Tests: Neues Bremer Landes-untersuchungsamt
■ Senatorin Adolf: Amtliche Lebensmitteluntersuchungen gesichert
Alles neu beim Landesuntersuchungsamt für Chemie, Hygiene und Veterinärmedizin (LUA). Wie Gesundheitssenatorin Hilde Adolf gestern mitteilte, konzentriert sich das „neue LUA“ auf drei Bereiche: Lebensmitteluntersuchungen, Veterinärdiagnostik und Wasseranalytik. Die medizinischen Untersuchungsbereiche dagegen wurden ausgegliedert und in das Zentrallabor des Zentralkrankenhauses (ZKH) St.-Jürgen-Straße integriert. Das Zentralkrankenhaus übernimmt für das Amt auch den Einkauf, das Finanzwesen und Controlling.
Die Senatorin hatte die Neuorganisation im Februar dieses Jahres nach dem BSE-Skandal in die Wege geleitet. „Ich freue mich sehr, dass sie mit Unterstützung des ZKH St.-Jürgen-Straße rasch umgesetzt werden konnte“, sagte sie. Mit der Umorientierung werden die betriebswirtschaftliche Kompetenz des Amtes gestärkt und die amtlichen Lebensmitteluntersuchungen gesichert. Auf staatlich kontrollierte Untersuchungen könne im Lebensmittelbereich nicht verzichtet werden. „Dies ist auch ein Stück Verbraucherschutz, auf den ich großen Wert lege“, ließ Adolf gestern mitteilen.
Das LUA ist nach Angaben der Senatorin wegen seiner hohen fachlichen Standards allseits anerkannt und gehört zu den zertifizierten amtlichen Untersuchungslabors. Hier werden mittlerweile auch alle BSE-Tests für die Schlachthöfe im Lande Bremen gemacht.
In einem vom Amt selbst in Auftrag gegebenen Gutachten, das Anfang des Jahres vorlag, waren diese fachlichen Standards und die Sicherheit der Untersuchungen nicht in Zweifel gezogen worden, es wurden jedoch Mängel in der Wirtschaftlichkeit des Amtes festgestellt. Dies war der Anlass für Senatorin Adolf, die Umstrukturierung unverzüglich in Angriff zu nehmen. taz
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen