: Neuer Tanker-Unfall
■ Inferno an der Pier knapp vermieden
Tarragona (AP/dpa) – Der spanische Mittelmeerhafen Tarragona ist gestern nur knapp einem Inferno entgangen. Wie Zivilgouverneur Ramon Sanchez berichtete, beschädigte der mit hochexplosiven Naphtha beladene dänische Tanker „Robert Maersk“ beim Anlegen an der Pier des spanischen Mineralölkonzerns Repsol eine der Rohrleitungen zu den Vorratstanks. Dort sei an drei Stellen Feuer ausgebrochen, das nach einigen Stunden gelöscht werden konnte. Der brennende Ölteppich habe zeitweilig einen Durchmesser von 200 Metern erreicht.
Zwei andere Schiffe mit ebenfalls brennbarer Ladung, die neben dem Unglückstanker lagen, konnten rechtzeitig ablegen und in die Bucht hinausfahren. Auch ein Übergreifen der Flammen auf den dänischen Tanker selbst konnte verhindert werden. Die „Robert Maersk“ gehört derselben dänischen Reederei, deren Supertanker „Maersk Navigator“ im Januar nach einer Kollision in der Straße von Malakka in Brand geraten war.
Bei dem Unglück wurde nach Angaben des Gouverneurs niemand verletzt. Beim Bruch der Ölleitung sei nur eine geringe Verschmutzung entstanden, sagte ein Sprecher der Versicherungsgesellschaft Lloyds. Die „Robert Maersk“ kam aus La Coruña, wo der mit 87 Millionen Liter Öl beladene griechische Tanker „Aegean Sea“ am 3. Dezember verunglückt war.
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