Neuer Anstieg der Corona-Zahlen: Spahn bleibt gelassen

Das Robert-Koch-Institut meldet 1.147 neue Fälle. Gesundheitsminister Spahn hält das noch für händelbar. Viele Infizierte in Südafrika und Indien.

Frau mit Sonnenhut und rollkoffer läuft an einem Wegweiser mit der Aufschrift "corona-Teszentrum" vorbei

Reisende am Flughafen in Stuttgart auf dem wge zum Corona-Testzentrum Foto: Sebastian Gollnow/dpa

BERLIN/PARIS dpa/afp | Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. „Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem ZDF-“Heute Journal“. „Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen.“

Zuletzt hatte das das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals seit drei Monaten mehr als 1.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1.147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Freitagmorgen hieß. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Spahn hatte daraufhin erneut an die Bürger appelliert, die Hygieneregeln einzuhalten

Die Schwelle von 1.000 neuen Corona-Fällen war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6.000 erreicht.

1 Millionen Infizierte in Afrika

Weltweit steigt die Zahl der Infizierten weiter an: In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus. Bis Donnerstagabend wurden auf dem Kontinent insgesamt mehr als 1.000.000 Ansteckungsfälle gezählt. Dennoch ist Afrika weiterhin deutlich weniger von der Pandemie betroffen als andere Kontinente. Nur in Ozeanien gibt es weniger erfasste Infektionsfälle.

Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder des afrikanischen Kontinents sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. In Südafrika sind mehr als die Hälfte aller auf dem Kontinent verzeichneten Ansteckungsfälle aufgetreten. In dem Land gab es bis Donnerstagabend rund 538.000 Infektionen und etwa 9600 Todesopfer. In der weltweiten Statistik der Infektionsfälle liegt Südafrika an fünfter Stelle hinter den USA, Brasilien, Indien und Russland.

Weltweit wurden inzwischen insgesamt mehr als 19 Millionen Ansteckungsfälle registriert. Insgesamt über 700.00 Todesopfer der Pandemie wurden von den Behörden rund um den Globus gezählt. Die am stärksten betroffene Weltregion sind Lateinamerika und die Karibik mit knapp 5,3 Millionen verzeichneten Infektionen und fast 212.000 gezählten Verstorbenen.

Indien hat mehr als 2 Millionen Fälle

Indien meldet am Freitag einen Rekordanstieg von 62.538 Coronavirus-Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Fälle liege damit bei 2,03 Millionen, erklärt das Gesundheitsministerium. Indien ist nach den USA und Brasilien das dritte Land, das die Schwelle von zwei Millionen Infektionen überschritten hat.

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