piwik no script img

■ Neue Zahlen: Forderungen an Spanien?Franco hat dreimal mehr Nazigold bekommen

Madrid (dpa) – Spanien hat aufgrund der Beziehungen seines damaligen Diktators Francisco Franco zum Hitlerregime angeblich dreimal soviel Raubgold aus Nazideutschland erhalten als bisher angenommen. Das geht nach Angaben der Zeitung El Pais von gestern aus dem Bericht einer Expertenkommission hervor, die von US-Präsident Bill Clinton eingesetzt worden war.

Danach erhielt Spanien aus Deutschland Gold im Wert von heute 2,4 Milliarden Mark und nicht wie zuerst angenommen 515 Millionen Mark. Mehr als Zweidrittel davon soll Gold gewesen sein, das die Nazis Holocaust-Opfern und den besetzten Staaten geraubt hätten.

Die neuen Zahlen stützen sich auf deutsche Firmenunterlagen, die US-Experten nach dem Krieg in Spanien erhalten hatten. Das NS-Regime habe mit dem Raubgold unter anderem Wolframlieferungen für Panzer und Kanonen bezahlt, heißt es. Die Ergebnisse könnten bedeuten, daß auf Spanien erhebliche Entschädigungsforderungen zukommen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen