■ Berliner Telegramm: Neue Stimmen auf Papier
Der junge Poet K. sitzt an seinem Schreibtisch, dessen unterste Schublade seinen ganzen Schatz enthält. Vergilbte Manuskripte mit dem, was ihn unerbittlich zur Niederschrift drängte. Glücklich lächelnd liest er seine Geschichten. Doch dann erschrickt er. Ist das überhaupt gut? Zu schüchtern, jemanden zu fragen, ob dies nun Literatur sei, legt er die Blätter zurück in die Schublade und wird Angestellter in einer Versicherungsfirma. Wen hätte er auch fragen sollen? Zum Beispiel die Neue Gesellschaft für Literatur e.V., die mit dem Projekt New Voices ein Netzwerk für junge Autoren geschaffen hat. Es bietet Beratung und Lektorat von Texten durch zwei erfahrene Lektoren, öffentliche Lesungen von und für junge Autoren, Vermittlung zu Verlagen, sowie Literaturwettbewerbe an. Auch eine Junghörspiel-Werkstatt existiert. Also, Kumpel, an die Feder! eb
Neue Gesellschaft für Literatur, Rosenthaler Straße 38, 10178 Berlin
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen