: Neue Gewalt in Belfast
Wieder Straßenschlachten in Nordirland. Katholische Mädchen gehen nur unter Polizeischutz zur Schule
BELFAST afp ■ In der nordirischen Provinzhauptstadt Belfast haben sich Protestanten und Katholiken die zweite Nacht in Folge schwere Straßenschlachten geliefert. Rund 300 katholische Jugendliche und etwa 60 Protestanten bewarfen die Polizei am Donnerstagabend im Ardoyne-Viertel mit Steinen, Säurebomben und Molotow-Cocktails. Dabei wurden nach Polizeiangaben 82 Sicherheitskräfte verletzt. Der nordirische Regierungschef David Trimble zeigte sich „deprimiert“ über die neuerliche Gewalt.
Trotz der Unruhen gingen die Schülerinnen der katholischen Holy-Cross-Schule gestern wieder zum Unterricht. Zwei Reihen von gepanzerten Polizeifahrzeugen schützten die verängstigten Mädchen auf ihrem Schulweg durch ein protestantisches Stadtviertel. Zu Zwischenfällen kam es nicht.
Die schwersten Ausschreitungen in der Unruheprovinz seit Monaten waren am Mittwoch ausgebrochen, nachdem Protestanten katholische Mädchen auf dem Weg zu ihrer Schule im Norden der Stadt belästigt hatten.
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