■ Chinas Ölquellen versinken im Hochwasser: Neue Flut vor Wuhan
Peking (dpa) – Auf die zentralchinesische Millionenstadt Wuhan am Jangtse rollte gestern die sechste Flutwelle zu. Die reißenden Fluten haben in Städten am Jangtse und an den Flüssen Nen und Songhua im Nordosten wieder Deiche durchbrochen. Chinas größtes Ölfeld bei Daqing wurde weiter überflutet, immer mehr Förderanlagen stehen still.
In der Provinz Sichuan gab es nach schweren Regenfällen Erdrutsche. Die 1.000 Kilometer langen Uferbefestigungen am Jangtse müssen dem Hochwasser schon seit Wochen widerstehen und sind gänzlich vollgesogen. Schon die fünfte Hochwasserwelle hatte schwere Schäden angerichtet.
Der Fluß Nen bei Daqing hat bisher an drei Stellen Deiche zerstört, die das Ölfeld mit seinen 25.000 Quellen schützen. Knapp 1.400 Quellen wurden bisher überflutet, rund 800 Förderanlagen mußten abgestellt werden, berichtete die Zeitung China Daily. Daqing fördert rund ein Drittel der chinesische Ölproduktion.
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