: Nehm ermittelt gegen Klump
BUDAPEST/KARLSRUHE ap ■ Die deutschen Exterroristen Andrea Martina Klump und Horst Ludwig Meyer sollen nach neuen Erkenntnissen für einen Sprengstoffanschlag auf jüdische Einwanderer in Ungarn vor zehn Jahren mitverantwortlich sein. Die ungarische Polizei bestätigte gestern einen Bericht der Zeitung Nepszabadsag, wonach die beiden mutmaßlichen Ex-RAF-Mitglieder als Täter bei dem Anschlag am 23. Dezember 1991 identifiziert wurden. Nach dem Tod Meyers wurden Haarproben vom Tatort gentechnisch untersucht und ihm zugeschrieben. Meyer und Klump waren 1999 in Österreich gestellt worden. Meyer eröffnete dabei das Feuer und wurde erschossen. Klump wurde im Mai wegen Beteiligung an einem versuchten Sprengstoffattentat in Spanien zu neun Jahren Haft verurteilt. Generalbundesanwalt Nehm gab gestern bekannt, nach neuen Untersuchungen ein Ermittlungsverfahren gegen Klump und gegen unbekannt eingeleitet zu haben.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen