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Naturschützer gegen Windkraft

„Planlosen Windkraft-Aktivismus“ werfen Umweltverbände der Landesregierung in Schleswig-Holstein vor. Der Schutz von Natur, Landschaft und Ortsbildern würde bei der Errichtung von Windrädern häufig auf der Strecke bleiben.

Vor allem in Nordfriesland fehle eine abgestimmte Gesamtplanung, heißt es in einer Mitteilung von Naturschutzbund, BUND, WWF und anderen. Die gesamte Küstenlandschaft drohe in einen „Flickenteppich von Windparks“ verwandelt zu werden. Die Naturschützer fordern drei Zonen: In der ersten sollen keine Windkraftanlagen aufgestellt werden, in der zweiten nur im Rahmen einer Landschaftsplanung. Im dritten Gebiet dürften Windkraftwerke gebaut werden, allerdings nicht „flächendeckend“. Die Zonen festlegen sollten nach dänischem Vorbild Planungsausschüsse, an denen Behörden, Verbände und die örtliche Bevölkerung beteiligt sind.

Auch Rosemarie Rübsamen vom Verein „Umschalten“, der sich für alternative Energiegewinnung einsetzt, hält die Diskussion über Windkraft und Naturschutz für richtig, sie müsse aber sorgfältig geführt werden. „Man muß gegenrechnen, was die Windenergie an Schadstoffen erspart.“ Außerdem dürfe man nicht den Naturschutz gegen den den Umweltschutz ausspielen. Und es müßte konkrete Kriterien geben, wann eine Windanlage ein Landschafts- oder Ortsbild störe, „sonst kann man ja überall sagen, die Anlagen passen nicht in die Gegend, da treibt die Ästhetik merkwürdige Blüten“. VM

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