piwik no script img

Nach Zusammenstößen auf MolukkenChristen fordern Friedenstruppe für Ambon

Berlin (taz) – Kirchenführer von den indonesischen Molukkeninseln forden die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe, sollte es dem Militär nicht gelingen, die tödliche Gewalt zwischen Christen und Muslimen unter Kontrolle zu bringen. In einer Erklärung des indonesischen Kirchenrates, aus der gestern die Jakarta Post zitierte, sprechen die Kirchenführer von „Völkermord“ und machten die Handhabung des Konflikts durch das Militär für viele der Toten verantwortlich.

Sollte das Militär die Verantwortung für die Situation ablehnen, sei es besser, die Soldaten abzuziehen und durch eine internationale Friedenstruppe zu ersetzen, so die Erklärung. Seit Sonntag sind auf den Molukkeninseln Ambon, Buru und Seram bei gewaltsamen Konflikten mindestens 67 Menschen getötet worden, seit Jahresanfang sind es bereits über 700. han

Nur noch 460 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen