Nach Kritik von Peter Tauber in „Bams“: Schlagabtausch mit der FDP
CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat FDP-Chef Lindner AfD-Nähe unterstellt. Der nimmt es locker und sieht die Beziehung zur CDU nicht gefährdet.
dpa | Die Attacke von CDU-Generalsekretär Peter Tauber trübt nach Ansicht von FDP-Chef Christian Lindner nicht die Perspektiven beider Parteien auf eine Koalition. Die Äußerungen Taubers zeigten aber, wie nervös die Union sei, sagte Lindner am Montag in Düsseldorf.
Tauber hatte der Bild am Sonntag gesagt, Lindners Auftreten erinnere ihn an den stellvertretenden AfD-Parteichef Alexander Gauland. „Er redet teilweise wie Herr Gauland von der AfD. Der einzige Unterschied besteht darin, dass er statt eines abgewetzten Tweed-Sakkos einen überteuerten Maßanzug trägt.“ Tauber hatte damit Empörung bei der FDP, aber auch viel Widerspruch in eigenen Reihen geerntet.
„Wenn man Frau Merkel kritisiert, gehört man für die CDU in die AfD-Ecke“, sagte Lindner zu Taubers Interview. Viele CDU-Politiker – wie der Parteichef der NRW-CDU Armin Laschet – hätten dazu aber bereits das Nötige gesagt. „Wir arbeiten gut und freundschaftlich zusammen“, betonte der FDP-Chef.
Lindner erneuerte seine Absage an eine Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP nach der NRW-Landtagswahl am 14. Mai. Nachdem SPD und Grüne das Land dann sieben Jahre gemeinsam regiert hätten, sei der nötige Politikwechsel mit einer dritten Partei unrealistisch.
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