Nach Kritik von „Black Lives Matter“: Pepsi zieht Werbespot zurück
Als kommerziellen Missbrauch der Protestbewegung „Black Lives Matter“ wurde ein Pepsi-Werbespot mit Kendall Jenner kritisiert. Jetzt reagiert der Konzern.
ap | Pepsi zieht einen Werbespot mit dem Model Kendall Jenner nach Protesten in den Sozialen Netzwerken zurück. „Pepsi hat versucht, eine globale Botschaft der Einheit, des Friedens und Verständnises zu projizieren“, teilte der Getränkekonzern am Mittwoch zu der Werbung mit dem Mitglied des Kardashian-Clans mit. „Wir haben dieses Ziel eindeutig verfehlt und wir entschuldigen uns dafür.“ Das Unternehmen entschuldige sich auch dafür, Jenner „in diese Position“ gebracht zu haben.
Das am Dienstag veröffentlichte Video zeigt Jenner mit platinblonder Perücke bei Modeaufnahmen, während Demonstranten an der Szene vorbeilaufen. Daraufhin reißt sich Jenner die Perücke vom Kopf, reibt sich den Lippenstift ab und schließt sich den Demonstranten an.
Schließlich reicht sie einem am Rande des Protestzugs stehenden Polizisten eine Dose Pepsi. Er trinkt einen Schluck und grinst dann, während Jenner mit ihren neuen Freunden davonspaziert.
Kritiker warfen Pepsi vor, der kurze Film nutze die Black-Lives-Matter-Bewegung, die sich gegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner einsetzt, ungerechtfertigterweise zu kommerziellen Zwecken. Sie fühlten sich durch die Szene, in der Jenner zu dem Polizisten geht, an ein bekanntes Foto vom vergangenen Jahr erinnert, das die Demonstrantin Leshia Evans auf einer Black-Lives-Matter-Kundgebung in Baton Rouge zeigt. Evans wurde in Gewahrsam genommen, als sie sich Polizisten näherte.
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen
meistkommentiert