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Mordanschlag auf iranischen Mitarbeiter

Hagen (taz) — In den Räumen der evangelischen Asylstelle in Hagen haben zwei unbekannte junge Männer einen 47jährigen Iraner überfallen und mit einem Messer schwer verletzt. Der Mordanschlag, der sich schon am vergangenen Mittwoch ereignete, steht vermutlich im unmittelbaren Zusammenhang mit telefonischen und brieflichen Drohungen gegen die Beschäftigten der evangelichen Asyl- und Flüchtlingsberatungsstelle.

Das Opfer, Seyed Sattari, arbeitete selbst seit knapp zwei Jahren als Betreuer und Übersetzer in der Einrichtung. Die Ermittlungen der Polizei haben bisher noch keine Hinweise auf die Täter ergeben. Sicher ist nur, daß es sich um einen gezielten Mordanschlag auf den Iraner handelte. Als Tatwaffe benutzten die Attentäter, zwei blonde junge Männer, ein „Butterfly“-Messer. Der mit einer klaffenden Brustwunde von einer Kollegin im Vorraum seines Büros aufgefundene Iraner schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

„Wir führen diesen Überfall direkt auf seine Tätigkeit in unserer Beratungsstelle zurück“, heißt es in einer Erklärung des Diakonischen Werkes und des evangelischen Kirchenkreises in Hagen. Sattari lebt seit 7 Jahren in Deutschland. Er floh aus dem Iran, weil er, so heißt es in der kirchlichen Stellungnahme, „selbst unter Folterungen in seiner Heimat hat leiden müssen“. Er „ist in unser Land gekommen, um mit seiner Familie überleben zu können“. Gegen den brutalen Überfall haben am vergangenen Samstag ca. 500 Hagener demonstriert. J. S.

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