: Merkel zu klaren Worten aufgefordert
Türkei-Reise Nichtregierungsorganisationen und die SPD drängen die Kanzlerin, bei ihrem Staatsbesuch in Ankara deutlich die Menschenrechtsverletzungen zu kritisieren
epd/dpa/taz | Vor der Türkei-Reise von Angela Merkel (CDU) haben Vertreter des Koalitionspartners SPD, der Opposition und von Nichtregierungsorganisationen zu deutlicher Kritik an der Verletzung von Menschenrechten und Pressefreiheit aufgerufen. Es müsse „klar und deutlich gemacht werden, welche Menschenrechtsverletzungen stattfinden“, sagte die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler (SPD).
Merkel will in Ankara den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie Ministerpräsident Binali Yıldırım treffen. Es ist ihr erster Besuch seit dem im Juli gescheiterten Putschversuch.
Amnesty International forderte, Merkel „sollte die Folter von Inhaftierten im Nachgang des Putschversuchs ebenso deutlich kritisieren wie die Verfolgung friedlicher Regierungskritiker“. Reporter ohne Grenzen forderte sie auf, die Situation kritischer Journalisten zu thematisieren.
▶Schwerpunkt
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen