: Medien auf dem Abstellgleis
FRANKFURT afp ■ Zum Start ihres umstrittenen neuen Preissystems verpasst die Deutsche Bahn Journalisten einen Maulkorb. Rundfunk- und Fernsehinterviews mit Bahnmitarbeitern oder Fahrgästen seien am Sonntag und Montag weder auf Bahnhöfen noch in den Zügen erlaubt, sagte Unternehmenssprecher Achim Stauß gestern in Frankfurt am Main. Zuvor hatte die Bahn mitgeteilt, dass an diesen Tagen auf dem gesamten Bahngelände ein Arbeitsverbot für Journalisten gelte. Begründet wurde das Verbot mit einem zu massiven Medieninteresse. Als Kompromiss bot die Bahn eine Pool-Lösung an. Schreibende Journalisten könnten sich auf dem Bahngelände selbstverständlich frei bewegen, erläuterte Stauß. Blicke „hinter die Kulissen“ oder Interviews seien ihnen jedoch nicht genehmigt. Zum Start des neuen Preissystems am 15. Dezember müsse der Konzern seinen Beschäftigten zwei Tage lang den Rücken freihalten.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen