: Marokko will Dialog
Der Streit um die unbewohnte Mittelmeerinsel Perejil soll auf diplomatischem Weg beigelegt werden
MADRID dpa ■ Im Streit mit Spanien um die unbewohnte Mittelmeerinsel Perejil hat Marokko seinen Willen bekräftigt, die Krise auf diplomatischem Wege zu lösen. Rabat wolle auch keine neue Debatte über die Souveränität der spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla entfachen, hieß es in einer Note an die Regierung in Madrid. Außenminister Benaissa bekräfigte darin allerdings, sein Land werde sich nicht von dem Eiland zurückziehen. Es sei marokkanisch.
Benaissa kritisierte, dass die EU sich auf die Seite Spaniens gestellt habe und Sanktionen in Erwägung ziehe, ohne vorher Rabats Argumente gehört zu haben. Außer der EU hat auch die Nato den sofortigen Abzug Marokkos gefordert.
Benaissa deutete an, die Einnahme der Insel habe mit den Hochzeitsfeiern von König Mohammed VI. zu tun gehabt. Es sei legitim, in einer solchen Situation die Schutzmaßnahmen zu verstärken.
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