piwik no script img

Mandela: „Werft die Macheten ins Meer“

Durban (dpa/taz) - Vor 80.000 statt einer erwarteten Viertelmillion Menschen hat ANC-Führer Nelson Mandela in der südafrikanischen Unruheprovinz Natal gefordert, „die Schlacht von Bruder gegen Bruder“ zu beenden. Mandela rief in einem Sportstadion der Hafenstadt Durban: „Nehmt eure Pistolen, Messer und Macheten und werft sie ins Meer!“ Noch einen Tag zuvor waren die Leichen sechs junger Männer entdeckt worden und kursierten Flugblätter, die vor einem „Blutbad“ während Mandelas Rede warnten. Der Konflikt zwischen Anhängern des mit der weißen Regierung Südafrikas zusammenarbeitenden Zulu-Häuptlings Buthelezi und seiner „Inkatha„-Organisation sowie Mitgliedern der ANC-nahen „United Democratic Front“ spitzte sich Mitte der 80er Jahre zu und forderte über 3.000 Tote. Angefacht wird der Kampf unter Schwarzen von Armut und chronischer Arbeitslosigkeit in dem dichtbesiedelten Kwazulu-Homeland.

AS

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen