piwik no script img

Magierduo „Siegfried und Roy“Siegfried Fischbacher ist tot

Acht Monate nach dem Tod seines Partners Roy erliegt Siegfried Fischbacher seinem Krebsleiden. Mit ihrer Tiger-Show wurden die Magier weltberühmt.

afp | Der durch das Duo Siegfried und Roy weltbekannt gewordene Magier Siegfried Fischbacher ist tot. Er sei am Mittwochabend in Las Vegas gestorben, berichtete die Bild-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Fischbachers Schwester, die in München lebende Nonne Schwester Dolore. „Er ist sanft und friedlich eingeschlafen“, sagte sie dem Blatt.

Fischbacher wurde 81 Jahre alt. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium litt und nach einer Operation in sein Zuhause, das Anwesen „Little Bavaria“ in Las Vegas, zurückgekehrt war.

Siegfried und Roy waren in den 1960er Jahren zum weltweit bekanntesten Magierduo aufgestiegen. Ab 1990 gehörten sie zum festen Programm des berühmten Hotels Mirage in Las Vegas, wo sie zusammen mit ihren weißen Tigern stets ausverkaufte Shows spielten.

Das Magierduo zog sich nach einem dramatischen Unfall im Oktober 2003 aus dem Showgeschäft zurück, bei dem Roy Horn während einer Vorstellung von einem weißen Tiger im Genick gepackt und schwer verletzt worden war. Roy starb im Mai vergangenen Jahres nach einer Corona-Erkrankung.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

2 Kommentare

 / 
  • Janix

    Etwas erschreckend finde ich das Foto, offensichtlich gezeichnet von "Schönheits"-OPs und Botox. Darf man heute nicht mehr in Würde altern?

    • Jim Hawkins

      @Janix:

      Was heißt hier Schönheitsoperationen?

      Ich sah mal eine Reportage über Schönheit und alt werden in Hollywood.

      Die befragten Ladys im Rodeo-Drive-Schick, deren Alter man unmöglich schätzen konnte, wurden befragt, wie sich so jung halten konnten.

      Die eine sprach von dieser, die andere von jener Ernährung, kein Nikotin, kein Alkohol, dieser oder jener Sport.

      Am Ende sagte jede, es läge vor allem an den "good genes".

      Ich dachte erst, was hat das mit Jeans zu tun, bis mir dämmerte, was sie meinten. Es war ihnen in die Wiege gelegt worden.

      So auch Siegfried.

      R.I.P. im Las-Vegas-Himmel zusammen mit Roy und den weißen Tigern.