London im Corona-Sommer: Heiß und leer

Nichts ist, wie es war, in der britischen Hauptstadt London. Manches wird vielleicht nie wieder so – und manches besser. Ein Spaziergang.

Leere auf Trafalgar Square

Normalerweise voller Tauben und Touristen: Trafalgar Square Foto: Henry Nicholls/reuters

LONDON taz | Seine Familie mit dem Rücken zum Nelson’s Column am Trafalgar Square, macht Sajid Azim schnell ein Foto fürs Urlaubsalbum auf seinem Smartphone. Der Vierzigjährige ist diesen Sommer wegen der Coronapandemie nicht wie sonst mit seiner Familie nach Marokko geflogen. Stattdessen kutschierte er seine Frau und drei Kinder mit dem Auto von Manchester nach London.

„Darf ich vielleicht gar nicht sagen, dass ich aus Manchester bin“, scherzt er, denn in Manchester gelten derzeit, anders als in London, verschärfte Distanzierungsregeln aufgrund eines lokalen Anstiegs der Infektionen. Mancunier*innen dürfen sich nicht gegenseitig besuchen. Reisen, etwa nach London, sind jedoch erlaubt, solange soziale Distanz eingehalten wird.

„London gefällt uns eigentlich besser und ist angenehmer, weil die Stadt nicht so voll ist wie sonst!“, behauptet Sajid. Außer ein paar wenigen Tourist*innen steht hier nur eine Reihe Obdachloser ordentlich in der Schlange vor einem Stand einer Wohlfahrtsorganisation. Auch das gibt es genau hier erst seit der Pandemie. Jetzt müssen sie nicht den Horden von Tourist*Innen weichen, die sich normalerweise hier tummeln.

Immerhin können die Besucher*innen der britischen Hauptstadt seit August wieder ins Wachsfigurenkabinett, in die Nationalgalerie und ins Naturkundemuseum gehen. Der Zoo und der weltberühmte Botanische Garten haben schon seit letztem Monat offen, ja sogar das Riesenrad London Eye dreht sich wieder, und wer will, kann ins Kino gehen, wo jedoch Abstands- und Hygieneregeln gelten. Theatervorstellungen gibt es noch nicht. Die Royal Opera veranstaltet Drive-in-Kino-Vorstellungen unter anderem auch in London. Eine Maskenpflicht besteht übrigens in allen öffentlichen Räumen in Großbritannien, Asthmatiker*innen und Kleinkinder ausgenommen.

Signal zum Abstandhalten

Social Distancing leicht gemacht: Bodenmarkierung in einem Shop am Covent Garden Foto: Toby Melville/reuters

Am Trafalgar Square drängt Azims Frau ihn nun herüber zur Nationalgalerie. „Schau mal, die haben auf, da stehen Leute an“, bemerkt sie und hat es plötzlich eilig. Aber sie wird enttäuscht: Wer reinwill, muss, wie bei allen Londoner Attraktionen, vorher buchen. Nur so lässt sich die Besucherzahl im Coronazeitalter regeln.

Dennoch versucht die britische Regierung die Bevölkerung zum Ausgehen zu ermuntern. Montags bis mittwochs gibt es zehn Pfund (11 Euro) Rabatt auf jede im Restaurant verzehrte Speise pro Person. Das hilft, erzählt Archie Katrics, 34, Manager des japanischen Grillrestaurants Robata in Soho. „Der Umsatz ist nun an jedem Tag gut, weil Kundschaft auch an den normalerweise schwachen Tagen ins Restaurant kommt“, sagt er. „Wir mussten sogar neue Leute einstellen.“

Skaterin auf leerer Straße

Endlich Platz für Sport in der Stadt: Inlineskating auf The Mall Foto: Dominic Lipinski/Wire/dpa

Allerdings sei das nicht nur wegen der Gutscheine, sondern auch weil der Bezirk Westminster auf die Idee kam, eine Straßensperrung zu erlauben, damit die Restaurants ihre Tische auf die Straße stellen können. „Wir konnten so den Platz, den wir aufgrund der Distanzierungsmaßnahmen drinnen verloren haben, mit Tischen draußen kompensieren“, erklärt Katrics. An heißen Sommerabenden gleicht Soho nun einer mediterranen Innenstadt – eine Veränderung zum Positiven, dank Coronavirus.

Das ist nicht die einzige positive Entwicklung in London. So hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan gemeinsam mit vielen der 32 Londoner Bezirksverwaltungen wegen der Pandemie schnell viele Fußwege verbreitern lassen und Fahrradwege geschaffen, wo es noch nie vorher welche gab, etwa auf dem stadtautobahnähnlichen Innenstadtring zwischen den Bahnhöfen Euston und King’s Cross. Die Veränderungen sollen bleiben. Grund war die Erkenntnis zum Höhepunkt des Lockdowns, dass weniger Autoverkehr und mehr Platz für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen die Stadt lebenswerter macht.

Viele Angestellte kommen gar nicht mehr in die Stadt. Werden Büroräume bald zu Wohnraum?

An den übriggebliebenen Rest der Autofahrer*innen schmeißen sich inzwischen, auch das ist neu, an jeder großen Straßenkreuzung um Geld bettelnde Menschen. Die sind nicht die einzigen Sorgen des Bürgermeisters. Der öffentliche Nahverkehr, für den Sadiq Khan die Verantwortung trägt, steht nun tief in den roten Zahlen, da der Pendler*Innenverkehr zu großen Teilen ausfällt. Zwar rettete das Verkehrsministerium die öffentlichen Verkehrsbetriebe mit umgerechnet 1,7 Milliarden Euro, verlangte aber dafür eine gründliche und tiefgehende Überprüfung. Fahrerlose Züge und Privatisierungen könnten sich hier anbahnen.

Aber die Fahrgäste bleiben bis auf Weiteres aus, und das liegt nicht nur am fehlenden Berufsverkehr. Im Touristenviertel Covent Garden blickt Muhamad Andru, 25, in die gähnende Leere seines Souvenirladens „Red Bus“. Niemand will derzeit seine Teddybären mit Unionjacks und die Abbilder der königlichen Familie kaufen. Normal sei ein Tagesumsatz von über 2.000 Pfund (2.200 Euro), erzählt er – momentan seien es nicht mal 30. „Mein Chef und ich vereinbarten, dass er mir derzeit nur einen Teil meines Gehalts zahlt und den Rest, wenn alles wieder besser wird“, berichtet er.

Das Bedford-Hotel gegenüber dem Laden hat keine Gäste. Der Rezeptionist des riesigen Royal National Hotels in der Nähe von Russell Square gesteht, dass das Hotel, dessen Kapazität bei 3.000 Gästen liegt, momentan nur 50 Gäste beherbergt – alle aus Großbritannien. Aussichten auf Besuche*innen, die normalerweise mit dem Eurostar kommen, sind seit dem Wochenende noch geringer geworden, weil sich alle aus Belgien Anreisenden wegen eines Anstiegs der Seuche dort bei der Ankunft in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen.

Museum mit maskierten Besuchern

Museumsbesuch mit Maske: Skulpturen im Victoria & Albert Museum Foto: Hannah McKay/reuters

Der Pub Marquis Cornwallis in der Marchmont Street, einer Einkaufsstraße in Bloomsbury, hat seit Anfang Juli wieder geöffnet. Gäste müssen aber ihre Adresse und Namen hinterlassen, damit sie bei Infizierungsgefahr kontaktiert werden können, berichtet Managerin Dasa Barvikova, 28. „Es ist auf alle Fälle weniger los, vor allem fehlen Besucher und Leute aus den Büros, und es macht einfach nicht mehr so Spaß wie sonst“, findet sie.

Eigentlich wurde erwartet, dass mit dem Ende des Lockdowns die britische Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt und Arbeitskräfte wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Die letzten Zahlungen des staatlichen Kurzarbeiterprogramms „Coronavirus Jobs Retention Scheme“ – Arbeitnehmer*innen bekommen bis zu 80 Prozent ihres Gehalts in Höhe von maximal umgerechnet 2.800 Euro pro Monat ausgezahlt – enden erst am 31. Oktober. Bis dahin wird die Initiative schrittweise zurückgeschraubt. Doch die derzeitige Leere der Londoner Innenstadt beweist, dass zu einer großflächigen Rückkehr in die Bürotürme noch kein großer Enthusiasmus besteht.

Gerade im Finanz- und im IT-Bereich wird vieles über Zoom und vom Homeoffice aus geregelt. Viele Angestellte kommen gar nicht mehr in die Stadt. Resigniert entschlossen sich bereits zahlreiche Geschäfte zur Aufgabe. Auch viele Ketten schließen Filialen, in die sonst die Berufspendler gehen.

Inzwischen überlegen Immobilieninvestor*innen und Lokalbehörden, ob diese frei gewordenen Räume in Wohnungen umgebaut werden sollten. Neue erleichterte Bauvorschriften der britischen Regierung sollen hier bald helfen.

Der Wegfall des Berufsverkehrs erklärt auch, warum der Harrison Pub beim Bahnhof Kings Cross immer noch geschlossen hat. Alias Harwood, 52, ein Dekorateur, nutzt die Zeit, um den Holzboden zu sanieren. Er zählt die Gründe auf, weshalb der Pub noch nicht öffnet: „Die umliegenden Büros haben alle noch zu. Das ist ein großer Teil der Kundschaft. Dann trifft sich auch die Folkloregruppe nicht, die den Keller mietet, und die Zimmer für Übernachtungen oben sind ebenfalls leer.“

Wer in London derzeit nach offenen Clubs und Musikkonzerten sucht, sucht vergeblich. Wer dennoch feiern will, geht in offene Parkanlagen wie Hampstead Heath. Zu lauter Musik versammeln sich viele, meist weit über die erlaubte Menge von sechs Personen hinaus ohne soziale Distanz. Wiesen werden zu improvisierten Tanzflächen. Auch von Raves in so manchen Wohngegenden wurde berichtet.

Andere Londoner*innen flüchten sich wegen des heißen Wetters an die Strände, von wo sie oft wegen Überfüllung wieder nach Hause geschickt werden. Dabei können sie sich bereits in den vollgepackten Zügen mit dem Coronavirus infizieren. Da insbesondere Menschen unter 30 die Abstandsregeln ignorieren, ist es kein Wunder, dass auch in Großbritannien die meisten neu Infizierten derzeit unter 30 Jahre alt sind.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. In den vergangenen Monaten beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Ab wann Spiele wieder vor Publikum stattfinden, ist noch nicht klar.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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