: Lokboykott in Norwegen
Lokführer wollen Strecke des Zugunglücks meiden, bis sie sicher ist
Aasta (rtr) – Norwegens Lokführer wollen die Strecke des jüngsten Zugunglücks erst dann wieder befahren, wenn die Sicherheitsvorkehrungen verbessert wurden. Bis dahin würden sie die gegenwärtig noch gesperrte Strecke boykottieren, sagte ihr für Sicherheit zuständiger Vertreter, Erik Olsen, gestern. An der Unglücksstelle setzten die Bergungsmannschaften ihre Arbeit fort. Die Zahl der Opfer ist nach Polizeiangaben geringer als ursprünglich vermutet. Insgesamt gebe es 19 Vermisstenmeldungen, hieß es. Daher dürfte die Zahl der Toten in dieser Größenordnung liegen.Ursprünglich waren mehr als 30 Tote befürchtet worden.
Die beiden Züge waren am Dienstag auf der eingleisigen Strecke bei Aasta, 160 Kilometer nördlich von Oslo, frontal zusammengestoßen. 68 Menschen überlebten das Unglück, viele wurden verletzt. In den ausgebrannten Waggons befanden sich am Donnerstag noch eingeklemmte Leichen. Der Unfall hat in Norwegen eine Diskussion über die Sicherheit der Eisenbahn losgetreten.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen