: Lokalkoloratur
Er hat den Begriff „Standortpolitik“ in Hamburg erst eingeführt, steht für Wirtschaftsfreundlichkeit und Nadelstreifenmentalität, aber auch für Hafenstraße und Hochkultur. Bald steht der Name Klaus von Dohnanyi vermutlich auf Transparenten von Studierenden, die sich gegen Schließungen wehren. „Ich freue mich, noch einmal etwas für meine Stadt Hamburg tun zu dürfen“, sagte der 73-Jährige gestern im Rathaus, als er den Vorsitz der Strukturkommission übernahm, die bis zum Herbst die Hamburger Hochschullandschaft unter die Lupe nehmen soll. Kein angenehmer Job, eigentlich. Sollen er und seine 9 Kollegen, deren Namen noch nicht bekannt sind, doch aufzeigen, wie durch Umschichtung die Unterfinanzierung der Hochschulen beseitigt werden kann (siehe Seite 29). Der Ex-Bürgermeister und -Bildungsminister wehrt sich aber gegen die Rolle des rigiden Sparkommissars. So eine Kommission, so sagt der Hobby-Cellist, könne nur für die langfristige Planung „einen Rat geben“, der finanzielle Rahmen dürfe dabei „nicht so eng genäht sein“. Wir sind gespannt. KAJ
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