: Liebe Hella von Viebahn,
■ Betr.: Leserbrief "Wortspielartiges" vom 14.11.94
wir bekommen recht häufig Briefe, in denen man uns auffordert, etwas zurückhaltender mit der Verwendung von Fremdsprachen zu sein. Wir sehen uns dann den Fall an, und meist muß man sagen: es lag kein Grund vor, es nicht auf deutsch zu sagen. Trotzdem passiert es immer wieder. Aus Trägheit behaupte ich. Wenn ich einen Fachterminus habe, dann macht es Mühe, einen geeigneten deutschen Ausdruck zu finden. Wenn ich kaum etwas weiß von dem Fachgebiet, wird es mir schwerfallen, den fremdsprachigen Begriff zu übersetzen. Aber auch, wenn ich mich gut auskenne, also um die zahlreichen Nuancen weiß, wird die Aufgabe nicht viel leichter. In manchen Fällen müßte man aufstehen, mal runter in die Kantine gehen, an etwas ganz anderes denken, dann würde man schon auf das passende Wort kommen. Aber der Redaktionsschluß droht...
Das Problem ist an Filmtiteln besonders schön zu studieren: „Wenn der Postmann zweimal klingelt.“
Mit freundlichen Grüßen Arno Widmann
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen