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Liberalere Aids-Politik

Südafrika gewährt Vergewaltigungsopfern und HIV-positiven Schwangeren Aids-Medikamente

PRETORIA epd ■ In Südafrika deutet sich ein Kurswechsel in der umstrittenen Aids-Politik der Regierung an. Vergewaltigte Frauen und Mädchen würden künftig im staatlichen Gesundheitswesen mit Aids-Medikamenten behandelt, gab die Regierung gestern in Pretoria an. Zugleich gebe es Pläne, das Mittel Nevirapin bei HIV-positiven Schwangeren nach Abschluss von 18 Pilotprojekten im Dezember 2002 landesweit einzusetzen. Auf Grund eines Gerichtsurteils werde dies auch vorläufig geschehen.

Südafrika hat mit fünf Millionen Aids-Infizierten eine der höchsten Ansteckungsraten der Welt. Auch die Zahl der Vergewaltigungen ist alarmierend. Pro Jahr werden Schätzungen zufolge eine Million Frauen und Kinder vergewaltigt. Bislang hatte sich Staatspräsident Thabo Mbeki gegen den Einsatz von Aids-Medikamenten gewandt, die das Übertragungsrisiko von der Mutter zum Kind senken oder das Leben von Infizierten verlängern.

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