: Leerstand im Osten kostet
BERLIN dpa ■ Für die ostdeutsche Wohnungswirtschaft wird der steigende Leerstand zum Existenzproblem. Ohne einen auch finanziell geförderten Abriss von Plattenbauten stelle sich kein Marktgleichgewicht her, sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungsunternehmen, Jürgen Steinert, gestern. Schwierig sei es, heruntergekommene Altbauten abzureißen, da diese zur Wiederbelebung der Innenstädte saniert werden müssten. Werde nicht schnell geholfen, drohten als Folgen des Wegfalls von über einer Million Arbeitsplätze die Abwanderung in den Westen sowie den Neubauten Insolvenzen und Verslumungstendenzen. Ein Ende der Entwicklung sei nicht absehbar. Wo zu DDR-Zeiten mit der Industrieansiedlung zeitgleich auch Wohnungen gebaut wurden, wie z.B. in Hoyerswerda, stünden Plattenbauten leer. In Städten wie Leipzig oder Chemnitz stehen dagegen Alt- wie Neubauten leer. Bundeswohnungsbauminister Reinhard Klimmt (SPD) schätzt den Gesamtleerstand in den neuen Ländern auf eine Million.
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