: Lebenslang statt Tod für Öcalan
ANKARA dpa ■ Sieben Wochen nach der Abschaffung der Todesstrafe in der Türkei ist die Akte mit dem Todesurteil gegen den früheren Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei (PKK), Abdullah Öcalan, an das zuständige Gericht zurückgegangen. Das Staatssicherheitsgericht in Ankara, das Öcalan im Juni 1999 wegen Hochverrats verurteilt hatte, müsse im Licht des neuen Gesetzes über die Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung beschließen, berichteten türkische Medien gestern. Öcalan, den die Türkei für den jahrelangen Guerillakrieg der PKK im Südosten der Türkei verantwortlich macht, sitzt seit seiner Verurteilung in Einzelhaft auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer. Die Abschaffung der Todesstrafe in der Türkei war vor allem vor dem Hintergrund des Schicksals von Öcalan heftig umstritten.
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