■ LICHTENBERG: Untervermieten wieder machbar
Berlin. Die Lichtenberger dürfen wieder untervermieten. Wie die Berliner MieterGemeinschaft gestern mitteilte, wird die zuständige Wohnungsbaugesellschaft von ihrer rechtswidrigen Praxis abgehen, generell die Untervermietung zu verweigern. Die entsprechende Zusage des WBG-Geschäftsführers läge vor. Mieter, die bereits abschlägigen Bescheid bekommen hätten, sollten erneut einen Antrag stellen. Allerdings wolle Lichtenberg die Genehmigungen nur für jeweils ein Jahr erteilen, was laut Mietergemeinschaft ebenfalls den gesetzlichen Festlegungen widerspricht. Die Organisation hatte Anfang dieser Woche auf die gesetzwidrige Praxis der WBG Lichtenberg aufmerksam gemacht und moniert, daß sich künftige Untermieter bei der WBG Marzahn einer »Gesichtskontrolle« unterziehen müßten. Bausenator Nagel ließ mittlerweile verlauten, daß er alle städtischen Wohnungsbaugesellschaften nochmals auf die Rechtslage hinweisen und angesichts des Mangels an Wohnraum zur großzügigen Genehmigung von Untervermietungen anhalten will.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen