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Kutter gerammt

■ Kapitän starb auf seinem Schiff / "Wappen von Hamburg" demoliert

auf seinem Schiff / „Wappen von Hamburg“ demoliert

Auf der Unterelbe haben sich am Wochenende zwei Schiffsunfälle ereignet. Der Hamburger Kutter „Erna Becker“ wurde in der Nacht zum Sonnabend vor Brunsbüttel von dem Frachter „Einstein“ gerammt und versenkt. Der Kapitän des Fischkutters ging mit seinem Schiff unter und konnte nicht mehr gerettet werden. Taucher versuchten bis zum Sonntag vergeblich, in den Kutter hineinzukommen, Netze und Taue versperrten den Froschmännern den Weg.

Der Frachter „Einstein“ war elbabwärts in Richtung England unterwegs, als auf der Höhe des AKW Brunsbüttel vermutlich das Ruder versagte. Das 74 Meter lange Schiff kam vom Kurs ab, und überlief den Kutter, der weit abseits der Fahrrinne zum Fischen vor Anker lag. Technische Untersuchungen an dem unter Antigua-Flagge fahrenden Frachter in Cuxhaven sollen die Ursache der Havarie aufklären.

Weniger folgenschwer war die Kollision der „Wappen von Hamburg“ am Sonnabend vormittag in Cuxhaven. Das Seebäderschiff, das mit einigen hundert Fahrgästen aus Hamburg gekommen war, hat im Hafen die Kurve nicht gekriegt und rammte den Anleger in Cuxhaven. Nebel soll zu diesem Zeitpunkt die Sicht eingeschränkt haben. Die Passagiere kamen mit einem Schrecken davon. Sie mußten in Cuxhaven von Bord gehen und auf ihren Helgoland-Trip sowie den zollfreien Einkauf verzichten. Die Kollision riß ein mehrere Meter langes Loch in die Außenhaut.

Die „Wappen von Hamburg“ wurde noch am Sonnabend repariert. Am Sonntagmorgen lief das größte deutsche Bäderschiff schon wieder Richtung Helgoland aus. Die genaue Unglücksursache war bis gestern noch nicht geklärt. VM

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