piwik no script img

Künstliche Hüfte fährt S-Bahn

Wie kommen die Graffiti an die Wände? Muss das ein Rumgerenne sein! Einer steht Schmiere, die anderen, ausgestattet mit Taschenlampe und Spraydose, bringen blitzschnell ihre Zeichen und Bilder an die Wand. Und dann alle wieder über die Mauer und zurück in die dunkle Nacht. Jetzt sollen da auch noch Senioren mitmachen. Wir über die Mauer ... und das zusammen mit dem Kulturamt Neukölln! Oder hab' ich das falsch verstanden? Jedenfalls organisieren die schon seit 1997 so genannte intergenerative Werkstätten zu Theater und Graffiti. (Daneben gibt's, zusammen mit dem Neuköllner Kulturverein, kostenlose Angebote für Ausstellungsbesuche, Theateraufführungen oder Stadtrundgänge.) Ich könnte ja Schleichwege – ohne Mauer – zum Einsatzort suchen. Dann würde meine künstliche Hüfte nicht verrückt spielen, und alle könnten später meine Kunstwerke von der S-Bahn aus bewundern. ib

Informationen beim Kulturamt Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, Tel.: 68 09 24 31, oder über Astrid Reinke, Tel.: 68 09 28 77.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen