piwik no script img

Kryptowährungen brechen einBitcoin fällt unter 80.000 Dollar

Nach Trumps Nominierung des neuen Kopfes der Federal Reserve gerät der Kryptomarkt unter Druck. Auch Edelmetalle wie Gold und Silber fallen im Kurs.

So niedrig wie gerade war der Bitcoin-Kurs zuletzt Ende März 2024 Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

reuters/taz | Der ‌Kurs der ⁠Kryptowährung Bitcoin hat am Samstag seine Talfahrt fortgesetzt und ist unter die Marke von 80.000 US-Dollar gefallen. Die weltweit größte Kryptowährung verbilligte sich am Abend um 6,5 Prozent auf 78.720 Dollar. Auch die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung Ether geriet ⁠unter Druck. ‍Sie verbilligte sich um fast zwölf Prozent auf ⁠2.388 US-Dollar.

Bereits am Freitag war der Bitcoin-Kurs auf 81.104 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 21. November 2025 gefallen. Er fiel über das Wochenende weiter und notierte mit unter 79.000 US-Dollar so niedrig wie zuletzt Ende März 2025.

Als Belastung erwies sich zuletzt der starke Dollar. Die US-Währung hatte zugelegt, nachdem der frühere Notenbanker Kevin Warsh als neuer Chef der Federal Reserve ⁠von US-Präsident Donald Trump nominiert worden war. Marktteilnehmer befürchten, dass er die Geldmenge im Finanzsystem verknappen könnte.

Auch Gold- und Silberpreis geht runter

Kryptowährungen tun sich seit dem Einbruch ⁠im vergangenen Jahr schwer, eine klare Richtung zu finden. Sie wurden von den starken Kursgewinnen bei Gold ‍und Aktien ⁠abgehängt. Seit seinem Rekordhoch im Oktober hat Bitcoin rund ein Drittel seines Wertes verloren. Damit entwickeln sich die Kurse anders als von manchen Anlegern erhofft, die unter ‌US-Präsident Donald Trump auf eine krypto-freundliche Regulierung gesetzt hatten.

Auch die Kurse von Gold und Silber, die zuletzt stark gestiegen waren, gaben nach der Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef deutlich nach. Viele Anleger gehen davon aus, dass seine eher restriktive Geldpolitik den US-Dollar stärken dürfte, was wiederum die Preise von Vermögenswerten wie Edelmetallen unter Druck setzt.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare