Krebserregendes Schneespray: Gefährlicher Spaß
Greenpeace hat sechs Schneesprays untersucht. Es fanden sich krebserregende Substanzen in hohen Konzentrationen. Gerade für Kinder besteht eine akute Gefahr.
HAMBURG afp/taz | Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor gesundheitsgefährdenden Stoffen in sogenannten Schneesprays zur Weihnachtsdekoration. In einer Untersuchung von sechs Schneesprays habe sich gezeigt, dass vier Produkte „krebserzeugende Substanzen in hohen Konzentrationen“ enthalten hätten, teilte Greenpeace am Freitag in Hamburg mit.
Die betroffenen Produkte enthielten sogenanntes N-Nitrosomorpholin im Bereich mehrerer hundert Milligramm pro Kilogramm, das in der EU wegen seiner Gefährlichkeit verboten sei. Ein Labor hatte die Sprays im Auftrag von Greenpeace untersucht.
Vor allem für Kinder stelle der Schnee aus der Dose „eine akute Gefahr“ dar, erklärte Greenpeace. Grundsätzlich sollten Verbraucher Schneesprays nicht in Innenräumen verwenden. Außen sollten diese nur dort genutzt werden, wo Kinder nicht mit dem aufgesprühten Schnee in Kontakt kommen könnten, rieten die Umweltschützer. Bei einem Test mit drei Eiskristallsprays seien hingegen in keinem der Produkte krebserregende Substanzen gefunden worden.
Die Hersteller forderte Greenpeace auf, die betroffenen Schneespray-Produkte sofort vom Markt zu nehmen. Die Produzenten müssten sicherstellen, dass Schneesprays keine gesundheitsgefährdenden Substanzen freisetzten.
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