■ Krankenstand: Konjunkturabhängig
Saarbrücken (AP) – Deutsche Arbeitnehmer melden sich in wirtschaftlichen Krisenzeiten seltener krank als bei guter Konjunktur. Der Hauptgeschäftsführer der Allgemeinen Ortskrankenkassen, Franz Josef Oldiges, sagte im Saarländischen Rundfunk, in der gegenwärtigen Rezession stelle der Verband „eine gewisse Abflachung fest“. Dagegen steige die Zahl der Krankmeldungen, wenn die Konjunktur gut sei. Oldiges bezifferte den derzeitigen Krankenstand in den westlichen Bundesländern auf 5,7 Prozent, in Ostdeutschland auf 4,7 Prozent. Die Differenz zwischen West- und Ostdeutschland führte er auf die wirtschaftliche Situation und die Neustrukturierung der Arbeitsverhältnisse in den neuen Bundesländern zurück. Im Osten habe man nicht „unbedingt die Gesunden entlassen, sondern die, die sowieso etwas kränklich waren“. Dies sei zu bedauern, aber es entspreche der betrieblichen Realität.
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