piwik no script img

Kosovo bleibt unruhig

Weitere UÇK-Waffenlager ausgehoben. KFOR-Mitglieder von zivilem Schutztrupp bedroht

PRIŠTINA dpa/afp ■ Die UN-Friedenstruppe KFOR hat bei einer Razzia in der Krisenprovinz Kosovo weitere Waffenverstecke gefunden. Ein KFOR-Sprecher machte gestern jedoch keine Angaben zum Umfang des Fundes. Am Wochenende waren bereits vier Bunker mit Waffen und Munition in einer früheren Hochburg der offiziell aufgelösten kosovo-albanischen UÇK-Miliz ausgehoben worden.

Unterdessen ist es bei Ermittlungen zu illegalen Festnahmen im Kosovo zu einer Konfrontation zwischen der KFOR und dem albanisch dominierten Kosovo-Schutzkorps (KPC) gekommen. Im Westen der Provinz bei Pec hat ein KPC-Führer seinen Mitarbeitern befohlen, Gewehre zu laden und auf KFOR-Soldaten und UN-Polizisten zu richten, um so Ermittlungen zu verhindern. Die KPC gilt als zivile Nachfolgeorganisation der offiziell aufgelösten UÇK-Miliz.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen