■ Kommentar: Gefahr für Stadtwerke
Stadtwerke-Chef Czichon will, so hat er sich im Untersuchungsausschuß dargestellt, ein Untermehmer sein, der selbst Verantwortung trägt. Jetzt wird er vom Senat wie ein kleinerer Referent vorgeführt, der nicht gefragt werden muß.
Verärgert doziert er in einer Pressemitteilung: Investitionen müssen „kaufmännischen und technischen Kriterien“ genügen und „eine angemessene Rendite bringen“. Und er beharrt: „Ob eine Investition in ein Rettungsmodell der Klöckner-Stahlhütte nach Aktienrecht wirtschaftlich und erfolgversprechend ist, wird im Unternehmen zur Zeit geprüft“ — und nicht im Senat!!
Nicht Rendite, sondern Rettung von Arbeitsplätzen ist aber das Motiv des industriepolitischen Klöckner-Engagements. Wer sich daran beteiligt, übernimmt einen Teil des Risikos und also der Gefahren. Als eine versteckte Ablehnung muß deshalb gelesen werden, wenn der Stadtwerke-Vorstand es „begrüßt“, daß sowohl Wedemeier wie Kröning versichert hätten, sie wollten für die Rettung der Klöckner-Hütte „keine wirtschaftlichen Gefahren bei den Stadtwerken riskieren.“ Aber auch das wirtschaftliche Risiko der Stadtwerke trägt voll das Land Bremen. Klaus Wolschner
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