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Kommentar zur Golfclub-AffäreSonderpreis für den guten Zweck

Kommentar von

Sebastian Heiser

Gemeinnützige Projekte unterstützen? Von wegen! Die rot-roten Senatsmitglieder benutzen die öffentlichen Grundstücke wohl eher, um ihre private Golflust und die ihrer reichen Freunde zu fördern.

Der Schnäppchenpreis für das Gelände des Golfclubs Wannsee ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Senat die Vereine in der Stadt unterstützen kann. Landeseigene Grundstücke sollen schließlich gemeinnützigen Zwecken dienen, hier also zum Beispiel den Sport fördern. Die öffentliche Hand hat eben eine besondere Verantwortung im Umgang mit den Grundstücken, die ihr - also den Bürgern - gehören.

Auffällig ist allerdings, dass viele andere gemeinnützige Projekte oft besondere Schwierigkeiten haben, die landeseigenen Grundstücke zu nutzen. Die Kleingärtner der Kolonie "Württemberg" in Wilmersdorf zum Beispiel würden gerne weiter ihre Parzellen behalten - doch der Liegenschaftsfonds will die Grundstücke lieber als Bauland teuer verkaufen. Oder die Flächen entlang der Spree: Die will der Liegenschaftsfonds auch nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid verkaufen und vollbauen lassen, anstatt öffentlich zugängliche Grünflächen zu bewahren.

Und so bleibt ein mehr als nur fader Beigeschmack: Die rot-roten Senatsmitglieder benutzen die öffentlichen Grundstücke wohl eher, um ihre private Golflust und die ihrer reichen Freunde zu fördern. Wer kein Geld hat, muss mit reichen Investoren mitbieten können, um an ein Grundstück zu kommen. Da stimmt doch etwas nicht: Viel besser wäre es, es gäbe Golfclubkonditionen für alle Vereine.

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