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Kommentar Uni-RettungSchavan musste Lübeck helfen

Kaija Kutter

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Kaija Kutter

CDU-Bildungsministerin Annette Schavan musste eingreifen: Es hätte nicht zusammen gepasst, beim Sparen im Bund Bildung und Forschung zu schonen und dann tatenlos zuzusehen, wie angesehene Universitäten sterben.

F ast könnte man sagen, es hat ein bisschen lange gedauert. Das Eingreifen von CDU-Bildungsministerin Annette Schavan musste sein. Die Glaubwürdigkeit der schwarz-gelben Bundespolitik hätte sonst sehr gelitten. Denn es passt nicht zusammen, einerseits beim Sparpaket des Bundes Bildung und Forschung zu schonen und dann tatenlos zuzusehen, wie in den Ländern angesehene Universitäten geschlossen werden.

Hier wird die Schwäche des Bildungsföderalismus deutlich. Bundesweit werden mehr Medizinstudienplätze benötigt. Da ist es unsinnig, im Norden eine bei Rankings hoch gelobte Hochschule zu schließen.

Auch macht dieser Vorgang, wo sich zwei Universitäten offen anfeinden, deutlich, dass Exzellenz-Wettbewerbe auch Schaden anrichten. Das ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker dieser Philosophie.

CDU-Landeschef Peter Harry Carstensen hat sich hier nicht nur mit Ruhm bekleckert. Erfolgreich gepokert, könnte man sagen. Schließlich bekommt sein Land jetzt Geld vom Bund. Aber dies hat einen Preis. Der Kampf um die Universität Lübeck wäre fast zum Kampf zweier Städte geworden, die um ihre Zukunftsfähigkeit bangen. Bei vielen Bürgern blieb der Eindruck, dass der Landesregierung die Hochschule vor der Haustür am nächsten steht. Das bleibt haften, vielleicht sogar bis zur nächsten Wahl.

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Kaija Kutter

Kaija Kutter Redakteurin taz-Hamburg

Jahrgang 1964, seit 1992 Redakteurin der taz am Standort Hamburg für Bildung und Soziales. Schwerpunkte Schulpolitik, Jugendhilfe, Familienpolitik und Alltagsthemen.
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