Kommentar: Über die Tram-Propaganda in Huchting : Halsstarriges Huchting
Die BSAG ist im Besitz der Wahrheit, was die Frage nach dem Besten für Huchting angeht. Nur die blöden AnwohnerInnen torpedieren das Beste – durch ihre irrige eigene Meinung über eine sinnvolle Streckenführung.
Z u den peinlichsten Peinlichkeiten des Huchtinger-Tram-Verlängerungs-Streits gehört das „Journal Verlängerung Süd“, das die BSAG verbrochen hat: Jeder Kommunikations-Laie hätte den Straßenbahnern beim Blick auf die Propaganda-Broschüre prophezeien können, dass die nicht die Wogen glättet.
Denn auf elf Seiten informiert das farbige Heftchen die Huchtinger darüber, dass die BSAG nur das Beste für ihren Stadtteil will. Und darüber, dass die BSAG zudem auch im Besitz der Wahrheit ist, was die Frage nach dem Besten für Huchting angeht. Nur die blöden AnwohnerInnen torpedieren das Beste – durch ihre irrige eigene Meinung über eine sinnvolle Streckenführung.
Also sind es offenkundig die Huchtinger, die Huchting schaden. Ganz in diesem Sinne hatte BSAG-Vorstand Wilfried Eisenberg denn auch durchblicken lassen, dass es auch „Verkehrsplanungs-Experten außerhalb von Huchting gibt“ – wie, in aller Bescheidenheit, ihn selbst.
Da hat er sicher Recht. Nur wen will er damit überzeugen? Sollen die Huchtinger ihre Position aufgeben, weil er sie sonst als klein, doof und ahnungslos beschimpft? Tatsächlich passt diese Aggression allerdings zu einem Verfahren, bei dem die eine Seite bereits über die alleinseligmachende Lehre und den Zugang zur Wahrheit verfügt. Bevor es Bürgerbeteiligung hieß, nannte man es Missionierung – und das Schwert gehörte zu seinen Mitteln. Wenigstens gegen besonders halsstarrige Sünder.
Umverteilung gegen rechts
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