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Kommentar Piratenpartei Protest allein reicht nicht

Kommentar von

Sven-Michael Veit

In der Politik halten sich auf Dauer nur Parteien, die in einem breiten Spektrum inhaltliche und personelle Kompetenz anbieten können oder zumindest so tun.

D agegen sein geht nicht lange gut. Nur ein Thema zu haben, hält kaum länger vor. In der Politik halten sich auf Dauer nur Parteien, die in einem breiten Spektrum inhaltliche und personelle Kompetenz anbieten können oder zumindest so tun. Dass die Piratenpartei dazu gehört, darf füglich bezweifelt werden.

Die politische Geschichte der Bundesrepublik und ihrer Bundesländer lehrt, dass nachvollziehbare Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien nicht ausreicht, um eine strukturelle Alternative zu sein. Entsprechend lang ist die Liste der politischen Eintagsfliegen wie Statt-Partei oder Schill, denen niemand hinterhertrauert.

Nur zwei Protestparteien haben es geschafft, dauerhaft zu überleben: Grüne und Linke. Dafür gelten auch sie jetzt als muffige Alt-Parteien, denen der Charme der frühen Jahre abhanden gekommen ist. Das geht allen spätestens dann so, wenn sie erstmals den Grundsatz des Opponierens aufgeben und sich der Mühe unterziehen, Antworten zu geben statt nur Fragen zu stellen. Das ist der Preis, den sie alle zahlen müssen.

Die Piraten mögen Chancen in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg haben. Da aber dauert es bis zur nächsten Wahl noch ein paar Jährchen. In den Flächenländern im Norden sind lediglich ein paar Sitze in einigen Kommunen zu erobern - mehr wohl kaum.

Das wird nicht die Erfüllung aller Träume sein. So aber sieht sie aus, die triste reale Welt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Sven-Michael Veit Hamburg-Redakteur

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8 Kommentare

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  • W
    weizenkeim

    Intelligente und mündige Bürger, auch in der Funktion von Abgeordneten brauchen nicht Experten in allen möglichen Politikbereichen sein oder über fertige Programme verfügen.

     

    Ich maße mir doch auch an, Politik beurteilen zu können und eine Meinung zu haben. Mit der fundierten Meinungsbildung kommt doch auch die Kompetenz daher.

     

    Zunächst reicht es, wenn die Piraten wie versprochen, Entscheidungsfindungen und Ausschussarbeiten transparent machen.

  • S
    Simon

    Ach wie schön, dass es noch Leute gibt, die uns Blinden erklären können, wie diese triste reale Welt aussieht.

  • T
    träumweiterveit

    Ich möchte keine Partei, die "Antworten gibt", sondern lieber eine, die mich mal fragt, was ich denn denke. Aber ich wähle ja auch nicht die Grünen...

     

    Wann kommen eigentlich die Grünenwähler endlich zur SPD zurück, die wartet doch schon so lang darauf ;)

  • P
    Piratenschnecke

    Der Autor dieses Artikels meint wohl alles was nach irgendwie Veränderung aussieht sein nur ein "Protest" der keine Zukunft hat, und alles was nicht dem Filz der etablierten Schmiere folgt sei nicht hinreichend kompetent.

     

    Ein selten blöder Artikel,...setzen , 6, nochmal.

  • W
    weizenkeim

    Intelligente und mündige Bürger, auch in der Funktion von Abgeordneten brauchen nicht Experten in allen möglichen Politikbereichen sein oder über fertige Programme verfügen.

     

    Ich maße mir doch auch an, Politik beurteilen zu können und eine Meinung zu haben. Mit der fundierten Meinungsbildung kommt doch auch die Kompetenz daher.

     

    Zunächst reicht es, wenn die Piraten wie versprochen, Entscheidungsfindungen und Ausschussarbeiten transparent machen.

  • S
    Simon

    Ach wie schön, dass es noch Leute gibt, die uns Blinden erklären können, wie diese triste reale Welt aussieht.

  • T
    träumweiterveit

    Ich möchte keine Partei, die "Antworten gibt", sondern lieber eine, die mich mal fragt, was ich denn denke. Aber ich wähle ja auch nicht die Grünen...

     

    Wann kommen eigentlich die Grünenwähler endlich zur SPD zurück, die wartet doch schon so lang darauf ;)

  • P
    Piratenschnecke

    Der Autor dieses Artikels meint wohl alles was nach irgendwie Veränderung aussieht sein nur ein "Protest" der keine Zukunft hat, und alles was nicht dem Filz der etablierten Schmiere folgt sei nicht hinreichend kompetent.

     

    Ein selten blöder Artikel,...setzen , 6, nochmal.