Kommentar Notensystem : Punkte motivieren
Die Umstellung der Noten in eine fein ausdifferenzierte Skala ist zunächst einmal nur eine Umstellung des bisher Vorhandenen.
D ie Umstellung der Noten in eine feiner ausdifferenzierte Skala ist zunächst einmal nur eine Umstellung des bisher Vorhandenen. Schon jetzt gibt es Umrechnungstabellen für Noten von der einen in die andere Schulform. Allerdings wird mit den Punkten eine neue Währung geschaffen, die die Schulleistung bei jedem Zeugnis für Schüler und Eltern einsehbar relativiert.
Das mag nicht jedem behagen. Wenn schon das Elternwahlrecht in dieser Stadt ein emotional diskutiertes Thema war, so sind es die Noten nicht minder. Eine Eins, das ist der Schülerhimmel. Und die Sechs, die Schülerhölle, steht für Hausarrest, Ärger mit den Eltern und maximalen Misserfolg. Doch es ist wichtig, dass diese Schüler wieder Mut zum Lernen fassen. Da können kleine Punkte-Schritte helfen, zu motivieren.
Kinder sollten nicht für Punkte oder Noten lernen bzw. für das, was der Lehrer gerade gut findet, sondern für sich selbst, für ihren Bildungsweg. Ein auch für Schüler verständliches Kompetenzraster wäre da eine Möglichkeit. Ein Punktesystem ist erst zusammen mit einer neuen Lernkultur und modernem Unterricht ein Gewinn.
In Kanada hat sich das 100-Punkte-System seit Jahren bewährt. In Hamburg muss man dafür erst werben. Umso mehr, als ausgerechnet Reformgegner Walter Scheuerl die Vorlage als erster zu Gesicht bekam.
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