piwik no script img

Klonverbot begrüßt

Deutsche Politiker und Ethikexperten sehen in der US-Entscheidung Schritt zum internationalen Konsens

BERLIN ap/epd ■ Die Entscheidung des US-Repräsentantenhauses gegen das Klonen menschlicher Embryonen ist von deutschen Politikern und Ethikexperten als wichtiger Schritt zu einem internationalen Konsens in der Gentechnik begrüßt worden.

Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sagte der Financial Times Deutschland, sie setze sich dafür ein, dass die Linie in Deutschland auf einen breiten Konsens stoßen werde und sich auch international durchsetzen könne. Sie kündigte an, dass bei den nächsten deutsch-französischen Konsultationen das Thema Bioethik auf der Tagesordnung stehen werde.

Auch Außenminister Fischer (Grüne) hat die Entscheidung des US-Repräsentantenhauses als positives Signal begrüßt. Damit hätten sich die Chancen verbessert, das reproduktive Klonen international zu ächten und wirksam zu verhindern, erklärte er gestern in Berlin.

Detlev Ganten, Mitglied im Ethikrat, sagte, er erwarte, dass die Entscheidung auch die Diskussion in Deutschland beeinflussen werde, „denn hier haben wir jetzt eine große internationale Mehrheit und einen Konsens, und ich denke, dass wir uns jetzt den sachlichen Argumenten etwas mehr widmen können, denn gerade das reproduktive Klonen hat ja Emotionen freigesetzt“.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen